Ätherische Öle aus aller Welt

Minzöl

Die Kraft des japanischen Heilpflanzenöls

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Als klassisch-aufgebrühter Pfefferminztee, erfrischendes Minz-Zitronen-Wasser, beliebte Gewürzpflanze oder natürliches Mittel gegen Spinnen und Zecken. Minze überzeugt mit ihrem Multitasking-Talent und ist ein wahrer Alleskönner. Der intensive Duft der Minze ist immer wieder aufs Neue erfrischend-betörend, sobald man die Blätter zwischen den Fingern reibt. Auch als Heilpflanze ist die Minze einmalig. Als ätherisches Öl kann es die Minze problemlos mit der Wirkung von Kopfschmerztabletten aufnehmen, bringt den Magen-Darm-Trakt ins Gleichgewicht und wirkt antiviral. Bei uns erfahren Sie alles über die vielseitige Wirkkraft von ätherischem Minzöl, die besonderen Inhaltsstoffe sowie deren vielfältige Anwendungsgebiete

Minzöl und Pfefferminzöl – Bei der Suche nach dem beliebten ätherischen Öl herrscht Verwirrung. Das gleiche Spiel begegnet uns auch im Alltag. Auf der Suche nach dem Gartengewürz fragt sich der ein oder andere sicherlich nach dem Unterschied zur Pfefferminze oder verwendet das Wort Minze gar als Synonym für Pfefferminze. Unter diesem Problem der Gattungszugehörigkeit leidet auch das ätherische Minzöl. Wir machen Schluss mit der Verwirrung und garantieren Ihnen, dass Sie nach diesem Artikel über die wichtigsten Unterschiede von Minze und Pfefferminze Bescheid wissen. So können Sie am Ende genau entscheiden, welches Minzöl für Sie das richtige ist.

(Pfeffer-)Minze: Der kleine aber feine Unterschied

Aus botanischer Sicht gehört die Pfefferminze zur Gattung der Minze (Mentha). Insgesamt umfasst die Gattung Minze etwa 30 unterschiedliche Arten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche künstliche Hybride, die aus zufälligen Kreuzungen zweier Minzarten entstanden sind. Zu diesen zufälligen Kreuzungen gehört auch die Pfefferminze (Mentha x piperita), welche laut Forschern höchstwahrscheinlich aus der Kreuzung von Bach- oder Wasserminze mit der Grünen Minze entstand. Erstmals als Art beschrieben wurde die Pfefferminze im Jahre 1696 in England.

Der kleine, aber feine Unterschied besteht in dem enthaltenen Mentholgehalt, welcher bei der Pfefferminze um ein Vielfaches höher ist als bei anderen Minzarten. Deshalb gehört die Pfefferminze heute zu den beliebtesten Heilpflanzen. Für die Verwendung als Heilpflanze wird aus der Pflanze während einer schonenden Wasserdampfdestillation das kostbare ätherische Öl extrahiert. Zum Einsatz kommt es vor allem bei Kopf- und Nervenschmerzen sowie Magen- und Darmbeschwerden. Aufgrund seiner antiseptischen, antibakteriellen und schleimlösenden Wirkung ist Minzöl außerdem ein beliebtes Erkältungsmittel.

Minzöl: Die Ackerminze (Japanische Minze) als medizinische Heilpflanze

In der Medizin wird vor allem das ätherische Öl der Ackerminze (mentha arvensis) verwendet. Dieses gilt gemeinhin als preiswertere Alternative zum Pfefferminzöl und steht ihm in seiner Wirkungskraft in nichts nach. So ist die Wirkungsweise der Inhaltsstoffe des Ackerminzöls vergleichbar mit der des Pfefferminzöls. Dabei kann das Öl der Ackerminze ebenso für die innere und äußere Anwendung verwendet werden.

Da die Ackerminze zur Gewinnung des ätherischen Öls vor allem in Japan und China sowie in Indien und Brasilien angebaut wird, ist sie auch unter der Bezeichnung „Japanische Minze“ oder auch „Japanischer Pfefferminze“ und Kornminze bekannt. Zwar finden wir die Ackerminze auch bei uns in Europa. Das Hauptanbaugebiet der Minze, die für die Gewinnung des ätherischen Minzöls verwendet wird, ist Asien.

Diese Minzarten sollten Sie kennen

Neben der Pfefferminze und der Ackerminze gibt es einige weitere Minzarten, aus denen ätherische Öle gewonnen werden. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengefasst:

  • Ackerminze (mentha arvensis): Die Ackerminze enthält im Vergleich den höchsten Mentholgehalt, der bis zu 65 % betragen kann. Dadurch erzielt das ätherische Öl der Ackerminze den stärksten Kühlungseffekt. Insbesondere bei der Behandlung von Erkältungsbeschwerden hat Ackerminze so die beste Wirkkraft.
  • Pfefferminze (mentha x piperita): Pfefferminzöl wirkt antibakteriell und antifungal (pilzhemmend) und wird hauptsächlich in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie eingesetzt. Hier kennen wir das Pfefferminzöl vor allem als Bestandteil von Mundwasser, Zahnpasta und von diversen Mundpflegemitteln.
  • Katzenminze (nepeta cataria): Katzenminze kennen wir vor allem als dekorative Gartenpflanze. Sie zählt nicht zur Pfefferminze, sondern ist eine eigenständige Pflanzenart. Das ätherische Öl wirkt effektiv gegen Mücken und Moskitos und ist deshalb auch als „Anti-Moskito-Öl“ bekannt. Die Katzenminze versprüht ein intensives Zitronen-Aroma und schlägt damit Insekten, Flöhe und Mücken gleichermaßen in die Flucht. Aber auch in einem Diffuser entfaltet die Katzenminze ihre volle Wirkkraft auf Körper, Geist und Seele. Katzenminzen-Öl wirkt immunstärkend, stress- und angstlösend und hilft bei Schlafproblemen.
  • Waldminze (mentha longifolia): Der Duft der Waldminze – auch unter dem Namen Rossminze bekannt – ist besonders minzig-frisch und pfeffrig. In einer Räucherlampe oder einem Diffuser wirkt der Duft anregend, aktivierend und stimulierend. So hilft das ätherische Waldminzenöl gegen Müdigkeitserscheinungen und Antriebslosigkeit. Das ätherische Öl kommt vor allem bei chronischen Magen-Darm-Beschwerden zum Einsatz und hilft effektiv gegen Blähungen.
  • Bergminze (calamintha): Das ätherische Öl der Bergminze wird vor allem zur Aromatisierung von Speisen verwendet und ist ein beliebtes Gewürzöl. Dabei wirkt es sich außerdem verdauungsfördernd aus und hilft bei Völlegefühl und Blähungen.
  • Bergamottenminze (menta citrata): Bergamottenöl ist im Gegensatz zu den anderen Minzarten frei von Menthol, durftet aber dank des enthaltenen Menhofurans dennoch erfrischend nach Minze. Es eignet sich ideal zur Raumbeduftung und wirkt dabei erfrischend und belebend. Gleichzeitig wirkt der betörende zitronige, an Lavendel erinnernde Duft stimmungsaufhellend und beruhigend. Bergamottenminze kann auch bedenkenlos bei Kindern und sehr sensiblen Personen eingesetzt werden. Hier hilft es dabei, Erkältungssymptome zu lindern und wirkt schleimlösend.

Inhaltsstoffe und Wirkung von Minzöl

Die Wirkung des ätherischen Minzöls ist so vielfältig wie seine Anwendungsgebiete. Der wichtigste Inhaltstoff des Minzöls  ist Menthol. Weitere Inhaltsstoffe sind Menthon, Isomenthon, Menthylacetat, Menthofuran und weitere Terpene. In der Medizin ist die Minze vor allem wegen ihres hohen Menthol-Gehalts eine beliebte Arznei zur Behandlung von Erkältungsbeschwerden. Die Inhaltsstoffe des Minzöls wirken:

  • antibakteriell und antifungal;
  • antiviral;
  • antiseptisch;
  • schmerzlindernd;
  • schleimlösend, hilft bei Abhusten;
  • kühlend und erfrischend;
  • vitalisierend und belebend auf die Psyche;
  • entspannend auf den Geist;
  • krampflösend, muskelentspannend und darmentspannend.

Zudem fördern die in Minzöl enthaltenen Inhaltsstoffe die Konzentrationsfähigkeit, befreien den Kopf und erhöhen gleichzeitig die Aufmerksamkeit. Viele wissen nicht, dass der kühlende Effekt nur ein scheinbarer ist, denn die Körpertemperatur bleibt durch den Inhaltsstoff Menthol unverändert. Der Kühlungseffekt kommt durch die Wirkung auf unsere Rezeptoren im Gehirn zustande, indem das im ätherischen Öl enthaltene Menthol am Kälte-Menthol-Rezeptor des Gehirns wirkt.

Minzöl: Anwendung und Dosierung

Die konzentrierten Essenzen der Minze enthalten die geballte Wirkungskraft der Inhaltsstoffe. In der Medizin kommt Minzöl vor allem für die Behandlung von Kopfschmerzen und Darmbeschwerden sowie zur Linderung von Erkältungssymptomen zum Einsatz. Als Arzneimittel dient es sowohl der inneren und als auch der äußeren Anwendung.

Neben der Medizin kommt Minzöl aber auch in vielen anderen Lebensbereichen zum Einsatz, wie etwa als Geschmacksträger und Duftöl oder auch Insektenschutz zur Abschreckung von Insekten und Spinnen. Wir haben die wichtigsten Anwendungsbereiche für Sie zusammengefasst:

  • Aromatherapie: Das Minzöl ist aufgrund seiner stimulierenden Wirkung auf das Nervensystem besonders beliebt in der Aromatherapie. Ein paar Tropfen reichen aus, um Müdigkeit zu bekämpfen und seine belebende Wirkung zu entfalten. So wirkt sich das ätherische Minzöl positiv auf unsere Leistungsfähigkeit aus, indem es die Kreativität anregt und die Konzentrationsfähigkeit erhöht.
  • Kopfschmerzen: Minzöl hat einen kühlenden und erfrischen Effekt auf die Haut und hilft durch seine muskelentspannende Wirkung effektiv gegen Kopfschmerzen und Migräne. Hierbei wirkt das Minzöl krampf- und schmerzlindernd und bekämpft so die Ursache der Kopfschmerzen und nicht bloß die Symptome. Deshalb ist Minzöl eine tolle Alternative zu Kopfschmerztabletten. In unserem DIY-Rezept für einen Roll-On gegen Kopfschmerzen zeigen wir Ihnen, wie Sie mit wenigen Handgriffen ein hochwirksames, natürliches Mittel gegen Kopfschmerzen herstellen.
  • Erkältungen: Der Inhaltsstoff Menthol sorgt für freie Atemwege und hilft so bei der Linderung von Erkältungs- und Grippesymptomen. Dank der sekretfördernden und antibakteriellen Eigenschaften kann der festsitzende Schleim mithilfe der Inhalation des Minzöls einfach und effektiv gelöst werden.
  • Minzöl bei Darmbeschwerden: Das in ätherischem Minzöl enthaltene Menthol wirkt auch bei Darmbeschwerden wie Verdauungsstörungen, Blähungen sowie Reizungen und Entzündungen der Magenschleimhaut (Gastritis) schmerzlindernd und krampflösend. Der Inhaltsstoff wirkt verdauungsanregend und regt die Gallensekretion an. Deshalb wird Minzöl auch gegen das Reizdarm-Syndrom eingesetzt.
  • Minzöl gegen Spinnen und Insekten: Der erfrischende Duft des Minzöls wirkt auf Insekten alles andere als betörend. Stechmücken und Spinnen nehmen schnell Reißaus, sobald sie den Geruch des Minzöls vernehmen. Deswegen ist Minzöl ein beliebtes Hausmittel gegen die lästigen Kleintiere.
  • Kosmetikherstellung: Insbesondere Parfums verleiht Minzöl eine frische und kühle Duftnote. In Massageölen wirkt sich das wohltuende und belebende Minzöl nicht nur positiv auf Geist und Seele, sondern auch positiv auf unseren Körper aus.
  • Zahnpasta und Mundspülung: Mundwasser und der Geschmack von Menthol gehören einfach zusammen. Dabei wissen viele nicht, dass das Mundwasser nicht nur für einen erfrischenden Atem sorgt, sondern ebenfalls seine antibakterielle Wirkkraft auf der Mundschleimhaut entfaltet. Dank der antiseptischen Wirkung helfen Minz-Zahnpasta und Minz-Spülung ebenfalls bei Zahnfleischentzündungen.
  • Aromatisieren von Desserts: Neben der medizinischen Anwendung ist Minzöl auch zum Aromatisieren von Süßwaren wie Schokolade und zum Backen beliebt. Das einzigartig-intensive Aroma verleiht der Schokolade einen unwiderstehlich-erfrischenden Geschmack. Aber auch für Softgetränke und Cocktails kann das ätherische Öl – gut verdünnt – bedenkenlos verwendet werden, um hieraus ein ultimatives Erfrischungsgetränk zu kreieren.

 

In einer hohen Dosierung wirkt Minzöl nicht nur schmerzlindernd, sondern auch anästhesierend (betäubend).

Minzöl: Das sollten Sie bei der Anwendung beachten

In der Regel ist Minzöl in der vorgesehenen Dosierung unbedenklich und gut verträglich. Jedoch kann es in Einzelfällen bei der äußeren Anwendung zu Hautunverträglichkeiten kommen. Deshalb empfehlen wir, ein neues ätherisches Öl vorab in geringer Dosierung auf der Haut zu testen. Hierfür können Sie einen kleinen Tropfen mit einem Basisöl, zum Beispiel Jojoibaöl, mischen und anschließend auf Ihre Hautunterseite aufragen und vorsichtig einmassieren. Sollten keine Nebenwirkungen wie Juckreiz, Hautrötungen oder Unwohlsein auftreten, ist die Anwendung in der Regel unbedenklich. Im Zweifelsfall sollten Sie zunächst mit dem Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens sprechen.

In bestimmten Fällen ist die Anwendung von Minzöl nicht zu empfehlen. So sollte Minzöl  in keinem Fall während der Schwangerschaft verwendet werden und auch während der Stillzeit ist von der Anwendung abzuraten. Auch Babys und Kinder bis 6 Jahren sollten aufgrund des hohen Menthol-Gehalts nicht mit Minzöl behandelt werden. Für sie ist Bergamottenminze eine ideale Alternative, da diese kein Menthol enthält. Auch hier sollte auf die richtige Dosierung geachtet werden.

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